Jahreshauptversammlung 2017

Auf ein ereignisreiches und sehr erfolgreiches Jahr blickte die Gemeinschaft der Siedler und Wohneigentümer Rastatt-Münchfeld am Freitagabend im Saal der Herz-Jesu-Pfarrei bei ihrer diesjährigen Jahreshauptversammlung zurück. „Der Höhepunkt war ohne Frage unser zweiter Platz bei der Wahl von Deutschlands schönste Eigenheimsiedlung“, berichtete Gemeinschaftsleiter Wolfgang Franzke und dankte alle Mitgliedern für ihren Einsatz rund um die Begehung der Siedlung durch die Bundeskommission im letzten Jahre (wir berichteten).

Wolfgang Franzke und seine Frau Renate für die Frauengruppe der Gemeinschaft der Siedler und Wohneigentümer Rastatt-Münchfeld berichteten bei ihrem mit zahlreichen Bildern unterlegten Jahresrückblick über die vielfältigen Aktivitäten der Gemeinschaft. Neben zahlreichen Arbeitseinsätzen beispielsweise beim Baumschnitt auf der Streuobstwiese, beim Reinigen verschiedener Nistkästen oder beim Aufbau von Steingabionen am Rande der Streuobstwiese wurden auch im vergangenen Jahre verschiedene Bänke im Wohngebiet gepflegt, für die die Gemein- schaft eine Bankpatenschaft übernommen hat. Bereits traditionell beteiligen sich die Siedler an der Aktion „saubere Stadt“ und rich- teten Anfang Mai ihr weit über die Grenzen Rastatts beliebtes Siedlerfest aus. „Auch im letzten Jahr war das Fest, mit dem wir unser 80-jähriges Bestehen gefeiert haben, wieder ein voller Erfolg“, bilanzierte Wolfgang Franzke.

Die schönsten Gärten wurden bei der Anlagenbegehung im vergangenen Juni gewählt und bei der Erntedankfeier im Oktober prämiert. Im Jahresplan nicht fehlen durften zudem das
Ostereiersuchen für die Siedlerkinder auf der Streuobstwiese, ein gut besuchter Kürbistag, das gemeinsame Apfelsaftpressen mit den Grundschülern der Carl-Schutz-Schule und der Besuch des Nikolauses im Dezember.

Ende September fuhren rund 50 Siedler mit den Freunden der Siedlergemeinschaft Rheinau-West nach Berlin, um dort ihren zweiten Bundespreis in Empfang zu nehmen. „Das war wirklich außergewöhnlich. Die Reise wird uns noch lange in Erinnerung bleiben“, freute sich Wolfgang Franzke. Ein bunter Adventsnachmittag der Siedlerfrauen, der tradi- tionelle Neujahresspaziergang und ein närrisches Programm mit einer eigenen Sitzung im Kehler Hof und der Teilnahme an den Straßenumzügen in Rastatt und Rauental rundeten das Jahresprogramm ab.

Von einem positiven Ergebnis in der Kasse berichtete Kassenwart Richard Hobik. Größter Einnahme- wie Ausgabeposten war das Siedlerfest.
Der Kassenbestand ist positiv und die Kasse wurde ohne Beanstandung geführt, so dass Kassenprüfer Felix Thiem der Versammlung folgerichtig die Entlastung des Vorstandes vorschlug. Dem Vorschlag wurde einstimmig gefolgt, da auch Gerätewart Wolfgang Franzke nur Positives zu berichten hatte.

Rückblick auf den närrischen Nachmittag der Frauengruppe

Von der Gesundheitsreform bis hin zum turbulenten Treiben der Siedlerhexen

Bunter Faschingsnachmittag der Frauengruppe begeisterte die Siedlernarren.

Auch in diesem Jahr konnte die Frauengruppe der Siedlergemeinschaft Rastatt-Münchfeld mit ihrem abwechslungsreichen Programm das närrische Publikum im Kehler Hof überzeugen. Das waren zwei kurzweilige Stunden, in denen die Siedlerfrauen eien gekonnt einstudierten bunten Reigen aus Büttenreden, Sketchen und Tanzdarbietungen ablieferten.

Moderatorin Renate Franzke schwebte gleich als Frontfrau der Siedlerhexen mit ihrem Hexenbesen auf die Bühne und lobte ihre Zunft. Trotz ihres prall gefüllten Korbes mit buntem Biogemüse kann die Vegetarierin Karola Metje nicht immer den fleischlichen Verlockungen widerstehen und greift ab und an heimlich zum Würstchen. Von den Sparauflagen im Gesundheitssystem sind auch die Bewohnerinnen des Altersheims betroffen, gespielt von Maria Ahlers, Karola Metje, Lucia Hobik, Monika Veit und Angelika Zittel. Die Damen mussten sich unter der strengen Aufsicht des Pflegepersonals (Richard Hobik) nicht nur den Waschlappen, sondern auch das Toilettenpapier redlich teilen.

„Mit 17 hat man noch Träume“ – Karin Schramm und Monika Veit schwelgten in Erinnerungen an die eigene Jugend, aber auch mit zweimal 70 sind die Damen noch witzig und das Leben verspricht viel Spaß und Abwechslung. Oh je, der Gang zum Finanzamt fällt keinem leicht. Unser Steuerschuldner (Richard Hobik) hatte aber auch den Mund zu voll genommen und prahlerisch seine diversen Mogeltricks ausgerechnet gegenüber einer Finanzbeamtin (Lucia Hobik) ausgeplaudert.

Danach wurde das Publikum kurzerhand in die Welt der Mode entführt. Eine Vertreterin der Branche (Angelika Zittel) präsentierte die aktuelle Kollektion, eine Mi- schung aus badischer Eleganz, verbunden mit schwäbischer Sparsamkeit – das Ganze in Form einer langen Feinripp-Unterhose. Die Enkel meinen es ja meistens gut, wenn sie ihre Großeltern mit einem neuen technischen Gerät beglücken. Wie unsere Oma dann zusammen mit Herrn Telekom den Weg nach Internet sucht, um dann kurzerhand das neue Smartphone zusammen mit dem Hörgerät im Nachttisch verschwinden zu lassen, davon wusste Ingrid Schwarz in ihrem toll vorgetragenen Beitrag zu berichten. Zum guten Schluss wirbelten die Siedlerhe- xen über die Bühne und zeigten zu einem bunten Medley eine neue Tanzformation. Für Partystimmung sorgte Musiker Manfred Heitz, sodass die Narrenschar nach Programmende noch lange nicht nach Hause wollte.

Angelika Zittel