Erntedankfeier 2017

Die Ehrung der Mitglieder mit den schönsten Gärten stand im Mittelpunkt der Feier der Siedler und Wohneigentümer Rastatt Münchfeld beim traditionellen Erntedankfest im gut besuchten Pfarrsaal der Herz-Jesu- Pfarrei. Der Vorsitzende der Gemeinschaft, Wolfgang Franzke, begrüßte die Gäste in „Rastatts wildem Süden“ und freute sich über eine sehr engagierte Gemeinschaft: „Mit unserem Engagement schaffen wir einen Mehrwert für unsere Siedlung und erhöhen so die Lebensqualität“, sagte er.

„Was Sie in Sachen Umwelt- und Tierschutz leisten, ist vorbildlich“, lobt Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch das große Engagement der Siedler und fügte hinzu: „Weil sich engagierte Menschen einbringen, haben sie so viele verschiedene Projekte und Veranstaltungen“, Der OB sprach unter anderem die Streuobstwiese und die vielfältigen Aktionen wie das Apfelsaftpressen, das jährliche Siedlerfest oder eine Nikolausaktion für die jüngsten Bewohner an. Wichtiger Bestandteil im Jahrespro- gramm der Gemeinschaft der Siedler und Wohneigentümer im Rastatter Münchfeld ist der Besuch einer Fachjury, die Mitte Juni mehrere hundert Gärten im Münchfeld und der Siedlung anschaut (wir berichteten). Nun wurden Stadt- und Gemeinschaftspreise von Wolfgang Franzke, Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch und dem Ehrenvorsitzenden des Bundesverbandes, Hans Rauch, übergeben. „Es ist toll zu sehen, welche Ideen sie in ihren Gärten umsetzen. Für mich ist die Begehung jedes Mal wie eine kleine Landesgartenschau“, sagte Hans Jürgen Pütsch und unterstrich, dass die Stadt Rastatt die Aktion der Gartenbegehung auch in Zukunft finanziell unterstützen wird. Auch in diesem Jahr wurde den Aspekten Ökologie und Klimaschutz besondere Bedeutung zugemessen. „Es geht nicht um das Alibi-Bäumchen im zugepflasterten Vorgarten, sondern um Grundstücke, die möglichst wenig versiegelt sind“, machte Wolfgang Franzke klar und zeigte, wo die Jury an insgesamt zwei Tagen besonders viele Punkte vergab.

Nicht fehlen durfte bei der kurzweiligen Erntedankfeier ein Einblick in das neue Buch von Hans Peter Faller und seiner Stadtmaus. Im dritten Band, aus dem er den be- geisterten Besucher zwei Geschichten vorlas, schaut die Stadtmaus über die Grenzen Rastatts hinaus und begibt sich unter anderem ins Ried, auf die Murg zum Flößen und zu den Volksschauspielen nach Ötigheim. Abgerundet wurde die diesjährige Erntedankfeier durch Worte zum Erntedank von Pfarrer Ralf Dickerhoff. Er rief dazu auf, mit den natürlichen Ressourcen von Gottes Schöpfung maßvoll umzugehen: „Erntedank zeigt eindrucksvoll, wie Menschen den schöpferischen Faden Gottes aufgreifen und seine Werke zum Blühen bringen“, so Ralf Dickerhoff. Bei einem Imbiss klang die gelungene Feier aus, die auf eine Tradition zurückblicken kann, die bereits vor mehr als 60 Jahren begann.

Apfelsaftpressen der Siedlerkinder auf der Streuobstwiese

Frischer kann man Apfelsaft nicht genießen. Bei gleich meh-reren Angeboten in der Region wurde am vergangenen Wochenende Apfelsaft frisch gepresst. Vor allem für Kinder ein tolles Erlebnis: „Es macht sehr viel Spaß und der Saft schmeckt super“, bestätigt der achtjährige Julian beim traditionellen Apfelsaftpressen der Gemeinschaft der Siedler und Wohneigentümer im Rastatter Münchfeld.

Auf der Streuobstwiese verfolgen die Kinder mit, wie aus einem Apfel leckerer Apfelsaft wird. Zuerst müssen die Äpfel gepflückt oder vom Boden aufgelesen werden. Auch wenn die Ernte in diesem Jahr eher dürftig ausfällt, gibt es genügend Äpfel zu pressen. Gleich nebenan wird das frische Obst entkernt, ehe es in die Zerkleinerungsmaschine geht. Ganz ohne Strom ist alles Handarbeit. Also wird mit elterlicher Unterstützung kräftig gekurbelt. Anschließend kommen die zerkleinerten Äpfel in eine Presse. Langsam wird der Druck erhöht und schon fließt unten der erste Saft in das Gefäß. Die zehnjährige Annabelle ist mit viel Spaß dabei und berichtet: „Wir haben das auch schon in der Schule gemacht“. Am heutigen Montag bietet Gemeinschaftsleiter Wolfgang Franzke das Apfelsaftpressen auf der Streuobstwiese in Richtung Sandweier für die Schüler der Carl-Schurz- und am Nachmittag für die der Gustav-Heinemann-Schule an. „Wir erleben jedes Jahr eine tolle Resonanz“, berichtet er.

Als Mitmachaktion für Kinder und Familien wurde Apfelsaft-pressen gestern Nachmittag auch im Ottersdorfer Riedmuse-um angeboten. Museumspädagoge Eric Schütt berichtete allerlei Wissenswertes über die harte Erntezeit auf dem Feld. Denn der Herbst war besonders für die Landbevölkerung und vor allem für jene, die Landwirtschaft betrieben haben, eine arbeitsreiche Zeit. Das Getreide wurde eingeholt, der Wein gelesen, das Obst von den Streuobstwiesen geerntet. Zudem musste alles weiterverarbeitet werden. Da haben es die Kinder heute etwas einfacher. Trotzdem war der selbst gepresste Saft für alle etwas Besonderes. Schnell wurde klar, warum er ganz anders als der aussieht, den man im Supermarkt kaufen kann. „Unser Apfelsaft ist eben ein reines Naturprodukt“, freute sich auch Wolfgang Franzke und zeigte sich mit der Resonanz auf das diesjährige Apfelsaftpressen sehr zufrieden.

Apfelsaftpressen auf der Streuobstwiese

Hallo, Kinder !!

Die Gemeinschaft der Siedler und Wohneigentümer Rastatt – Münchfeld lädt auch in diesem Jahr wieder Kinder,
ihre Eltern und Angehörige zum Apfelsaftpressen am

Samstag, den 23. September 2017 um 14:00 Uhr

auf die Streuobstwiese an der südlichen Ortsausfahrt Rastatt, gegenüber dem 04 Stadion, ein.

Rückfragen bitte an:

Wolfgang Franzke Tel.: 07222 / 34224

Erntedankfeier 2017

Zu unserer diesjährigen Erntedankfeier laden wir alle Mitglieder herzlich ein, am

Samstag, den 04. November 2017 um 20:00 Uhr

im Pfarrsaal der

Herz-Jesu-Pfarrei Rastatt

Vorgesehener Ablauf des Abends:

  • Worte zum Erntedank
  • Prämierung der schönsten Gartenanlagen 2017 (Stadt– und Gemeinschaftspreis)
  • Bildpräsentation der prämierten Gartenanlagen 2017
  • Gemütliches Beisammensein mit Vesper

Festungsfest des Historischen Vereins Rastatt am 27. August 2017

Wie jedes Jahr am letzten Sonntag im August lädt der Historische Verein zu seinem Festungsfest mit Führungen durch die Kasematten beim ehemaligen Hertel-Areal ein. Wie in den Jahren zuvor, sorgte wieder die Siedler-Gemeinschaft Rastatt – Münchfeld, in eigener Verantwortung und Regie, für das leibliche Wohl der Besucher dieses Festes.

Vielen Dank an den Festausschuss der Siedlergemeinschaft für die Organisation und den Helfern für den reibungslosen Ablauf der Bewirtung der Gäste. In diesem Jahr konnten sich hunderte von Besuchern bei sommerlichen Temperaturen auf dem Festplatz, bei den Kasematten, verweilen und diesen schönen Tag genießen. Ein Besucher, der in diesem Jahr es sich nicht nehmen lies sich der Führung durch dies Kasematten anzuschließen, war der Enkel unseres ersten Bundespräsidenten Theodor Heuss. Bild und Bericht war in der Tageszeitung zu sehen.

Anlagenbegehung 2017

Ökologie, Vielfalt und Räume mit natürlicher Kälte werden in Gärten wichtiger!

Zu Beginn des Sommers ist die beste Zeit um eine Vielzahl von Gärten zu besichtigen. Deshalb findet jedes Jahr zu Beginn dieser Jahreszeit eine Begehung von Anlagen in der Gemeinschaft der Siedler und Eigentümer Rastatt-Münchfeld statt. Jede Menge verschiedener Blumen, von Rosen bis zu Geranien blühen jetzt. Der Lavendel bildet einen fei-
nen Kontrast. Beim Gemüse ranken und blühen die Bohnen, die ersten Tomaten werden reif und auch die Zucchini sind schon groß. An den Bäumen hängen die Früchte, die bis auf die Kirschen noch reifen. Diese Mannigfaltigkeit die ein Garten beherbergen kann begutachtet jetzt an zwei Tagen eine dreiköpfige Jury ganz genau. Sie besteht aus Fachleuten wie Sven Görlitz als Landesgar- tenfachberater vom Verband Wohneigentum Baden-Württemberg e.V., Eva Wunsch als Gartenberaterin der Siedlergemeinschaft und dessen Gemeinschaftsleiter Wolfgang Franzke.

Nicht der grünsatte feingeschnittene Englische Rasen mit exakter Kante und Beete ohne Unkraut sind für die Bewertung interessant, nein der Schwerpunkt liegt auf Ökologie und
Vielfalt. So stehen auf der Liste zur Anlagenbewertung Punkte wie: „Wird der Garten belebt, benutzt, bearbeitet“ oder „sind Obstbäume und vorhanden, werden Gemüse und Kräuter angepflanzt“. Ein weite- rer Schwerpunkt liegt beim Klimaschutz. Man schaut nach, ob Regen- wasser gesammelt wird, oder ob ausreichend wasserdurchlässige Flächen vorhanden sind. Genau notiert wird auch ob für die Vögel und Insekten Lebensräume im Garten gestaltet wurden.

„Es geht um die Vielfalt des Raumes und nicht um die Größe. Die Gestaltung und Bearbeitung zu den verschiedenen Jahreszeiten soll Spaß machen und man soll nicht Sklave des Gartens werden“ so Sven Görlitz. In diesem Jahr sind etwa 120 Gärten zu bewerten. Grundstücke östlich der Münchfeldstraße gelegen gehen in die Bewertungen für den Preis der Gemeinschaft ein, die besuchten Anlagen westlich dieser Straße werden mit Preisen der Stadt Rastatt ausgezeichnet. Jeder Wertungsrichter kann pro Garten 50 Punkte vergeben. Punkte der drei Einzelwertungen werden dann zusammengezählt. Die Erfahrungen aus den letzten Jahren zeigt – seit über 20 Jahren werden solche Begehungen durchgeführt -, dass die Sieger um die 75 Punkte erhalten. Wenn natürliche Flächen, Bäume oder schattige Rückzugsräume mit einer Bank vorhanden sind kommt das besser an, als wenn große Kiesflächen oder ein Steingarten mit einem „Alibibäumchen“ angelegt sind.

„Da das Klima uns immer mehr heiße Tage im Sommer beschert ist es besonders wichtig, dass es auch Räume mit natürlicher Kühle im Garten gibt“, so Sven Görlitz. Gemeinschaftsleiter Wolfgang Franzke erklärt noch, dass ein prämierter Garten in den nächsten zwei Jahren nicht besucht wird, so dass jedem Eigentümer in der Siedlung die Möglichkeit hat auch einmal einer der bis 15 aus- geschriebenen Geldprämien zu gewinnen. Ihn freut es auch, dass durch Eigentümerwechsel verschiedener Immobilien immer wieder neue „Siedler“ an diesen Wettbewerben teilnehmen. Überhaupt spannend ist es, so alle drei Juroren, zu beobachten, wie sich über die Jahre hinweg ein Garten weiterentwickelt. Eine neue Idee zu einer Nutzung einer Ecke entsteht, die Bäume und Sträucher wachsen. Wer den schönsten Garten in diesem Jahr hat wird wie immer beim Erntedankfest der Siedler- und Wohnungseigentümergemeinschaft verkündet.

Stephan Friedrich

Rückblick Frühjahrsausflug der Frauengruppe

Der diesjährige Frühjahrsausflug führte uns am 19. Mai nach Bietigheim. Wir besuchten die Kaffeerösterei “Erbolino” im alten Bahnhofsgebäude. Der Inhaber der Kaffeerösterei hatte uns in seinem schön restaurierten und mit allerhand Dekorationsstücken ausgeschmückten Café begrüßt. Zunächst erhielten wir ein paar Informationen über die verschiedenen Kaffeesorten und Anbaugebiete und dann durften wir einen Kaffee-Röstvorgang miterleben. Nach einer guten halben Stunde Wartezeit duftete der ganze Raum nach frisch geröstetem Kaffee. Natürlich haben wir uns den Kaffee zusammen mit einem guten Stück Kuchen schmecken lassen. Es war ein rundum schöner und gelungener Nachmittag. Erfreulich war auch, dass wir eine große Gruppe mit insgesamt 16 Teilnehmern waren. Die Fahrt nach Bietigheim fand mit Privat-Pkw statt.

Angelika Zittel